14. September 2010

Die letzte Generation...
...ohne Dosenpfand

das war einmal...
Das waren noch Zeiten... Mit den Kumpels um die Häuser ziehen und im Rucksack (ja, es war so'n Bundeswehrteil) die ein oder andere Dose Bier.
Das Zischen beim aufmachen, meist von zu viel Schaum gefolgt, der eine kleine Überschwemmung am oberen Teil mit sich brachte, ansetzen, austrinken und dann?
Ja richtig, dann wurde die Dose gekonnt verdreht, kleingestampft und hat sich auf magische Art in einen Eishockeypuck verwandelt, der, je nach Zustand der Anwesenden, mehr oder weniger sportlich durch die Gegend gekickt wurde. Ähnliche Szenarien gab es natürlich auch mit anderen Getränkedosen, nicht das hier ein falsches Bild entsteht.

Und heute?



Mal davon abgesehen, dass ich keinen Bundeswehrrucksack mehr besitze und einige Jahre ins Land gezogen sind, sind solche Momente eigentlich undenkbar geworden. Andere Umstände spielen hier natürlich auch mit rein, aber ich bleib mal bei den Dosen.

Eine Erfindung, die auf den schönen Namen Dosenpfand hört, hat Dosenfußball auf die selbe Stufe gestellt, wie mal eben mit dem Hummer zum Bäcker fahren, ein Hobby das den Reichen und Schönen vorbehalten ist.

... und so ist's heute
Otto, der Normalverbraucher, spült seine Bierdosen mittlerweile lieber aus, legt sie in die große, blaue FRAKTA und wartet auf den Tag der Abrechnung, also jenen Moment, an dem die Dosen von einer Maschine zerdrückt werden und im Anschluss Zahltag ist. Ob die Maschine danach auch Dosenfußball spielt?

Böse Zungen behaupten sogar, dass in einigen Jahren die Kinder am Weltspartag nicht mehr Ihr Sparschweinchen zur Bank tragen, sondern mit Dosen vor einem Pfandautomaten Schlange stehen. Ich für meinen Teil fange mit den Dosen, die ich für diesen Beitrag vernichten musste, schon mal an zu sammeln, man weiß ja nie...

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