Im ersten Teil dieser Serie geht es um unseren heißgeliebten (und von manchen verhassten / verteufelten) Euro. Diese neue Währung, die alles so teuer gemacht hat und unser aller Leben, dass wir bis zu seiner Einführung noch sorglos geführt haben, gründlich auf den Kopf gestellt hat.
Du erinnerst Dich sicher noch an die D-Mark, weißt noch wie sie aussah und vor allem, was sie wert war? Diese Währung mit Charakter, mit der man sich identifizieren konnte, bei der es noch Spaß gemacht hat das Geld anzufassen. All das ist nun vorbei... Aus die Maus, Ende im Gelände... Wir haben den Euro.
damals
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist die (D-)Mark nicht wert." oder "Bei dem fällt der Groschen pfennigweise." sind Sprüche, mit denen ich aufgewachsen bin. Sie haben mein Verhältnis zum Geld geprägt und ich muss sagen, dass die gute, alte D-Mark meine Währung war, ist und für immer bleiben wird.
Woran das liegt?
Ganz einfach, sie war meine Taschengeldwährung, sie war der Grund, warum ich vor meinen Eltern stand und ihnen ernsthaft klar machen wollte, dass ich eine Taschengelderhöhung haben muss. Schließlich haben alle anderen aus meiner Klasse auch viel, viel mehr bekommen als ich.
(Ich danke an dieser Stelle meinen Eltern für ihre Geduld)
Aber nicht nur das, auch der Taler von meiner Oma war eine D-Mark, ab und an auch mal fünf davon, und mein erstes BMX hab ich mir von meinem ersten, hart erarbeiteten Lohn gekauft. Das waren noch Zeiten, aber die wird die nächste Generation nicht verstehen, sie haben ja keine D-Mark mehr, sie haben nur noch den Euro.
Ich muss gestehen, als die Währung zum Jahreswechsel geändert wurde, war ich stinksauer. Eine neue (finanzielle) Zeitrechnung brach an, der Micha stand um halb eins in der Nacht
heute
Und was ist heute? Nichts, zumindest nichts besonderes. Ich muss an der Kasse immer noch in der Tasche nach Kleingeld kramen, finde große Scheine nach wie vor doof und lebe mein Leben, auch nach der Währungsreform, fast so wie damals, nur dass ich älter geworden bin.
Aber ich denke, nein ich bin mir sicher, dass das auch mit der D-Mark passiert wäre.
Erinnerst Du Dich eigentlich noch, was Du mit Deinen ersten Euro angestellt hast?
Also ich habe diese geprägte Reform behutsam genommen, mich fast schon mit ihr angefreundet und sie dann genauso banal in einen Zigarettenautomaten gesteckt, wie ich es auch schon mit der D-Mark getan habe. Und was soll ich sagen, es kam tatsächlich ein Päckchen Zigaretten heraus...

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